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Marco Seikel

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Der logische Begriff der Realität – Welche systematische Konzeption einer denkunabhängigen Realität lässt sich auf der Grundlage von Hegels ‚Wissenschaft der Logik‘ entwerfen?

 

Mit meinem Promotionsprojekt möchte ich einerseits einen exegetischen Beitrag zur Hegelforschung leisten, indem ich mich mit der systematischen Rekonstruktion und Einordnung des mit ‚Die Objektivität‘ überschriebenen Abschnittes in Hegels Hauptwerk ‚Die Wissenschaft der Logik’ beschäftige. Bisher ist nämlich beispielsweise ungeklärt, Hegels überhaupt rechtmäßiger Weise in seiner Logik die in der ‚Objektivität‘ vorkommenden Bestimmungen des Mechanismus, Chemismus und der Teleologie abhandelt. Diese Bestimmungen scheinen nämlich in erster Linie Naturformen darzustellen, wohingegen die ‚Wissenschaftliche Logik‘ gemäß ihrem Anspruch als philosophischen Logik die notwendigen Formen des Denkens untersucht. Anhand dieser Fragestellung lässt sich somit die Vereinbarkeit der beiden Ansprüche von Hegels Logik, die Wissenschaft der notwendigen Denkformen und der Formen des Seins zu sein, kritisch prüfen. Meine Arbeitsthese ist dabei, dass Hegel in dem Abschnitt einen logischen Begriff der Realität entwickelt. Dieser gibt an, durch welche Verfasstheit Realität wesentlich charakterisiert ist und wie diese Verfasstheit die Intelligibilität der Realität sicherstellt. Andererseits soll die systematische Plausibilität der Konzeption geprüft werden, indem Bezüge zu gegenwärtigen systematisch ambitionierten Hegelaneignungen in der analytischen Philosophie herausgearbeitet werden. Zurzeit beschäftige ich mich daher mit den methodischen und systematischen Voraussetzungen einer philosophischen Logik, wobei ich mich dabei kontrastierend mit Sebastian Rödls Ansatz als Spielart des sogenannten ‚Analytischen Deutschen Idealismus‘ auseinandersetze.

09.2017 – 08.2020 Studium des Zwei-Fächer-Bachelor-Studiengangs Philosophie und VWL an der Universität Göttingen. Abschlussarbeit: Die anti-spinozistische Dimension des Substanzbegriffs bei Leibniz.

09.2017 – 04.2024 aktives Mitglied der „Kritischen Wirtschaftswissenschaften“, das ist die Göttinger Lokalgruppe des „Netzwerk Plurale Ökonomik“.

09.2020 – 04.2023 Studium des Mono-Master-Studiengangs Philosophie an der Universität Göttingen Abschlussarbeit: Kants ursprünglich-synthetische Einheit der Apperzeption in Hegels Begriffslogik.

Seit 04.2024 Promotionstudium am Lehrstuhl für Philosophie einschließlich ihrer Geschichte an der Universität Stuttgart.

Systematische Interessen: Metaphysik und philosophische Logik, Religionsphilosophie und Religionskritik, Kritik der Politischen Ökonomie

Historische Interessen: Klassischer Rationalismus (insb. Leibniz), Klassisch Deutsche Philosophie (Kant – Hegel – Marx)

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